A.5.3 Baustellenleitung und Arbeitssicherheit TFO

FACHCURRICULUM Baustellenleitung und Arbeitssicherheit

2. Biennium und 5. Klasse Schwerpunkt Bauwesen, Umwelt und Raumplanung

 Ziele 

Der Unterricht im Fach Baustellenleitung und Arbeitssicherheit ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, einen vertieften Einblick in die Gestaltung und Kontrolle der verschiedenen Produktionsprozesse zu erhalten und sich in den Gesetzesbestimmungen zu orientieren. Ebenso wird die Anwendung technologischer Instrumente mit besonderem Augenmerk auf die Sicherheit in der Lebenswelt und am Arbeitsplatz sowie auf den Schutz der Umwelt und des Territoriums vertieft. Besonderer Wert wird auch darauf gelegt, dass Schülerinnen und Schüler aufgrund eines mit den Grundsätzen der Verfassung und mit den internationalen Erklärungen der Menschenrechte kohärenten Wertesystems Fakten einschätzen lernen und das eigene Verhalten danach ausrichten.

Kompetenzen am Ende der 5. Klasse

Die Schülerin, der Schüler kann Baustellen unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen organisieren und leiten den Wert, die Grenzen und die Risiken der verschiedenen technischen Lösungen für das soziale und kulturelle Leben analysieren, mit besonderem Augenmerk auf die Sicherheit in der Lebenswelt und am Arbeitsplatz sowie auf den Schutz der Person, der Umwelt und des Territoriums die wesentlichen Fachbegriffe bezüglich der Ökonomie und der Organisation der Produktionsprozesse und der Dienstleistungen anwenden Methoden und Techniken der Projektsteuerung anwenden, technische Berichte und Dokumente verfassen und Arbeitsprozesse dokumentieren.

Didaktische und methodische Hinweise in Bezug auf die Bewertung 

Schularbeit:

a) Grundsätzlich werden 3 SA im 1.Semester und 2-3 SA im zweiten Semester durchgeführt, da aufgrund von Projektarbeiten, Maturasimulation o.Ä. auf eine SA verzichtet werden kann.

b) Offene Fragestellungen in Form von Rechenübungen u/o offene Fragen zu theoretischen Inhalten

Test:

a) 1-2 Test pro Semester, die wie mündliche Prüfungen gewichtet werden

b) Gezielte offene Fragestellungen um ein kontinuierliches Lernen und Mitarbeiten zu bewirken

Mündliche Prüfung:

a) Jeder Schüler wird über das gesamte Schuljahr 1-2 Mal einer mündlichen Leistungskontrolle unterzogen

b) Überprüfung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten mit besonderem Augenmerk auf Fachkompetenz und Terminologie

Projektarbeit:

a) Semester begleitende Übungen in graphischer und/oder numerischer Form, um die theoretischen Grundlagen in praxisnahen Beispielen umzusetzen.

b) Umgangsform mit CAD-Programmen, Rechenfertigkeiten und richtige Anwendung von Messinstrumenten

Präsentation:

a) 1-2 Präsentationen pro Jahr

b) Vertiefung der Medienkompetenz und Anwendung der sprachlichen Ausdrucksweise werden bei einem zielgruppenorientierten Vortrag bewertet, ebenso die Recherche und das sichere Auftreten

Hausaufgabe/Protokoll:

a) Zur Wiederholung und Kontrolle der Inhalte in Form von Zeichen-, Mess- und Rechenübungen.

b) Einhaltung einer formellen Struktur in Form von Sauberkeit, Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und richtigen Ergebnissen.

Gewichtung: alle "1"

Bewertung des Lernfortschritts: wird berücksichtigt

Individuelle Bildungspläne werden berücksichtigt

Mitarbeitsnote: wird vergeben

 

Bewertungskriterien: Kompetenzbereiche und Kompetenzen

1...Medienkompetenz

2...Teamfähigkeit und Sozialkompetenz

3...Problemlösefähigkeit und vernetztes Denken

4...Kommunikations- und Argumentationsfähigkeit

5...Lern- und Planungskompetenz

6...Rechenfertigkeit

7...Sauberkeit

8...Analyse- und Interpretationsfähigkeit

 

Anmerkungen

Schularbeit:

c) 3, 5, 6, 7, 8

Test:

c) 3, 5, 6, 7, 8

Mündliche Prüfung:

c) 3, 4, 5, 8

Projektarbeit:

c) 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8

Präsentation:

c)1, 4, 8

Hausaufgabe/Protokoll:

c) 3, 5, 6, 7, 8

 

2. Biennium

3. und 4. Klasse

Lerninhalte der 3. KLasse
Fertigkeiten Kenntnisse  
die Grundsätze der Arbeitsstellenorganisation auf die Baustelle anwenden Organisierung des Baustellenbetriebes, Funktion und Anwendung von Maschinen  
bei der Erstellung der Dokumente mitwirken, die von den Gesetzesbestimmungen zur Sicherheit vorgesehen sind Gesetzesbestimmungen zur Sicherheit und Vorbeugung von Unfällen und Brand auf Baustellen
Verfahren und Software zur Erstellung von Sicherheits- und Koordinierungsplänen
 
die Anwendung der Normen zur Vorbeugung und Sicherheit am Arbeitsplatz überprüfen Dokumente der Sanitätskontrolle
Rolle und Aufgaben des Sicherheitskoordinators in der Planungs- und Ausführungsphase, Koordinierung der Interferenzen

Allgemeine Grundlagen (Produktion, Planung)

 Einrichtung und Betrieb von Baustellen

Unterkünfte und Büros

Aufbereitungsanlagen und Baustellenwerkstätten

Hebezeuge, Lagerflächen

Verkehrswege und Arbeitsplätze

Ver- und Entsorgungseinrichtunge

Bauverfahrenstechniken

Erdbau (Lösen, Laden, Fördern, Einbau, Verdichten)

Beton – und Stahlbetonbau (Eigenschaften, Herstellung, Förderung, Einbau)

Schalung

 

bei der Verfassung und Verwaltung der Dokumentation mitwirken, die vom Qualitätssystem vorgesehen ist Modelle von Qualitätssystemen von Betrieben, Typologien von Qualitätsdokumenten  

 

2. Biennium

3. und 4. Klasse

Lerninhalte der 4. Klasse
Fertigkeiten Kenntnisse  
die Grundsätze der Arbeitsstellenorganisation auf die Baustelle anwenden Organisierung des Baustellenbetriebes, Funktion und Anwendung von Maschinen  
bei der Erstellung der Dokumente mitwirken, die von den Gesetzesbestimmungen zur Sicherheit vorgesehen sind Gesetzesbestimmungen zur Sicherheit und Vorbeugung von Unfällen und Brand auf Baustellen
Verfahren und Software zur Erstellung von Sicherheits- und Koordinierungsplänen
 
die Anwendung der Normen zur Vorbeugung und Sicherheit am Arbeitsplatz überprüfen Dokumente der Sanitätskontrolle
Rolle und Aufgaben des Sicherheitskoordinators in der Planungs- und Ausführungsphase, Koordinierung der Interferenzen

• Auszüge aus G.v.D. 9.April 2008 Nr.81  

4.Titel :

1. Maßnahmen für die Gesundheit und Sicherheit auf zeitlich begrenzten oder ortsveränderlichen Baustelle:

Pflichten des Bauherrn

Pflichten des Sicherheitskoordinators in der Planungs- und  Ausführungsphase

Der Sicherheits- und Koordinierungsplan

2. Bestimmungen für die Arbeitsunfallprävention im Baugewerbe und bei Höhenarbeiten:

Allgemeine Bestimmungen: Baustellenverkehr, Umzäunung,           

Treppen/Leitern, Schutzsysteme gegen Absturz Aushubarbeiten und Fundamente

Holzgerüste und andere Hilfskonstruktionen

Ortsfeste Gerüste

Fahrbare Gerüste

Abbrucharbeiten

Erstellung eines Sicherheits- und Koordinierungsplanes

Qualitätsmanagement

Einsatz, Historische Entwicklung, Modelle und Standards ( EFQM und ISO 9001), Bewertung, Struktur (Management, Bestandteile, Regelkreis)

bei der Verfassung und Verwaltung der Dokumentation mitwirken, die vom Qualitätssystem vorgesehen ist Modelle von Qualitätssystemen von Betrieben, Typologien von Qualitätsdokumenten  

 

5. Klasse

Fertigkeiten Kenntnisse Lerninhalte der 5. Klasse
gegebene Fälle analysieren und entsprechende Dokumente zur Risikobewertung verfassen Verfahren der Risikobewertung,
Präventionsmaßnahmen
• Auszüge aus G.v.D. 9.April 2008 Nr.81   Teil2:
1. Gegenstand der Risikobewertung
2. Modalitäten für die Durchführung der Risikobewertung
3. Organisations- und Führungsmodelle
• Beispiele:
Risikobewertung einer Baustelle oder Handwerkerbetriebes (Schlosserei, Tischlerei)
mit den verschiedenen Beteiligten interagieren, die im Produktionsprozess, in der Leitung und in der Buchführung der Arbeiten mitwirken;
zeitliche und ökonomische Rahmenbedingungen sowie rechtliche Vorgaben berücksichtigen
Strategien und Methoden der Planung und Programmierung der Tätigkeiten und der Verfügbarkeiten
Gesetzesbestimmungen zur Sicherheit
• Erstellung eines Arbeitsplanes für die Ausführung eines öffentlichen Bauvorhabens und den dazugehörigen Dokumenten für die Baubuchführung und der Bauleitung :
Protokoll der  Übergabe der Arbeiten
Protokoll betreffend die Einstellung der Arbeiten
Zahlungsbescheinigung für die Zahlung des Baufortschrittes
Bescheinigung betreffend die Fertigstellung der Arbeiten
Bescheinigung ordnungsgemäße Bauausführung der Arbeiten
Endabrechnung, Bericht betreffend die Endabrechnung
die Qualitätsstandards im Produktionsprozess überprüfen Kontrollsysteme des Produktionsprozesses zur Verifizierung der Qualitätsstandards  
Dokumente für die Baubuchführung und für die Bauleitung verfassen Software für die Arbeitsplanung
Dokumente der Baubuchführung und der Bauleitung