A.6 Bewertungskriterien allgemein

Prämisse

Die Bewertung ist ein Teil des Lernens und bringt zum Ausdruck, in welchem Ausmaß die einzelnen Schüler/innen die Lernziele und Leistungsanforderungen sowie die übergreifenden Kompetenzen erreicht bzw. erfüllt haben. Jede Note soll dem/der Schüler/in als Orientierungshilfe für den eigenen Lernfortschritt und Selbsteinschätzung dienen und den Lernerfolg steigern sowie seine/ihre Selbstständigkeit und Eigenverantwortung fördern.
Die einzelne Bewertung ist ein pädagogisches Fachurteil der Lehrperson und entspricht dem Grundsatz der Gerechtigkeit und Gleichbehandlung. Vom Klassenrat koordinierte Differenzierung und Individualisierung werden bei der Bewertung berücksichtigt.  

Leistungskontrollen und Leistungserhebungen

Die Bewertung ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Beobachtungsprozesses, in welchem die Lehrpersonen die Lernfortschritte, Lernergebnisse und Leistungen der einzelnen Schüler/innen feststellen.
Vorgenommene Leistungskontrollen werden mit einer Note der gesetzlich vorgeschriebenen Notenskala von Eins bis Zehn bewertet. Aus pädagogischen Gründen werden Noten unter Vier nur vergeben, wenn die fachlichen Grundkenntnisse sowie die kognitiven und pragmativen Leistungen gänzlich fehlen und/oder ein destruktives Lernverhalten festgestellt wird.
Bei Leistungserhebungen werden Kenntnisse und Fertigkeiten, die im Unterricht erarbeitet und eingeübt worden sind, geprüft und bewertet; Art und Form der Prüfung müssen vorher bekannt sein. Eine Prüfung darf niemals Strafcharakter besitzen.
In Fächern, in denen mündliche Noten vorgesehen sind, muss eine angemessene Anzahl von mündlichen Bewertungen vorliegen. Diese können durch schriftliche Kurztests ergänzt werden.
Weitere spezifische Angaben zu Leistungskontrollen und Bewertungskriterien der einzelnen Fachgruppen bzw. Fachbereiche und Fächer sind in den Fachcurricula der Lehrpersonen angeführt.

Nicht erledigte Lernaufgaben im Unterricht oder zu Hause

Nicht erledigte Arbeiten innerhalb eines festgelegten Abgabetermins, nicht erledigte Lernarbeit in der Schule, während des Unterrichts oder zu Hause (so genannte Hausarbeiten) werden nicht erbrachten Leistungen gleichgestellt und folglich mit ‚ungenügend’ bewertet

Semesternoten, Dokumentation und Zertifizierung der übergreifenden Kompetenzen, Bewertung der fächerübergreifenden Lernangebote und des Wahlbereichs. Bewertung der einzelnen Fächer im ersten Bewertungsabschnitt

Die Bewertung aller Fächer am Ende des ersten Bewertungsabschnitts erfolgt gleich wie am Jahresende nur mit einer einzigen Ziffernnote.

Dokumentation und Zertifizierung des Erwerbs der übergreifenden Kompetenzen laut Bildungsprofil

Die Lehrpersonen beobachten und dokumentieren den Erwerb der übergreifenden Kompetenzen im digitalen Register. Die entsprechenden Unterlagen bilden die Grundlage für die Zuweisung der erzielten Niveaustufen. Der Klassenvorstand erarbeitet im Vorfeld einen Vorschlag aus und bei der Bewertungskonferenz am Jahresende schlägt er die Gesamtbewertung der erworbenen übergreifenden Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler für das Zeugnis vor.

Festlegung der Niveaustufen der übergreifenden Kompetenzen:

+++++    in hervorragender Weise erzielt    

++++    in hohem Maße erzielt    

+++    in zufriedenstellendem Maße erzielt    

++    in ausreichendem Maße erzielt    

+    in ungenügendem Maße erzielt

 

Bewertung der fächerübergreifenden Lernangebote

Die Bewertungskriterien sowie Verfahrensregeln sind Teil der Projektplanung der fächerübergreifenden Lernangebote und werden in deren Beschreibung angeführt. Die Bewertung erfolgt nur am Schulende durch eine einzige Ziffernnote und wird im Bewertungsdokument (Zeugnis) angeführt.

Bewertung des Wahlangebots

Die Bewertungskriterien sowie Verfahrensregeln sind Teil der  Projektplanung des Walbereichs und werden in der entsprechenden Beschreibung angeführt.
Die Beschreibung der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sieht folgende Stufen vor:

  • erfolgreich teilgenommen  -  teilgenommen  -  nicht teilgenommen

  • Die Bewertung erfolgt nur am Schulende in beschreibender Form und wird im Zeugnis angeführt.

Differenzierung der Noten

  • Note "9" und "10": Leistung entspricht den Anforderungen in ganz besonderem Maße. Sie spiegelt deutliche Eigenständigkeit und die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung des Wissens, auch bei neuen Problemstellungen wider. Vernetztes und fächerübergreifendes Denken sind reichlich gegeben.

  • Note "8": Die Leistung entspricht in vollem Umfang den Anforderungen. Eigenständiges und vernetztes bzw. fächerübergreifendes Denken sind klar erkennbar.

  • Note "7": Die Leistung entspricht im Allgemeinen den Anforderungen. Ansätze von Eigenständigkeit sind vorhanden.

  • Note "6": Die Leistung weist zwar Mängel auf, entspricht im Großen und Ganzen aber noch den Anforderungen

  • Die Note "5" bedeutet „eindeutig ungenügend“. Sie bringt zum Ausdruck, dass dem Schüler wichtige Grundkenntnisse fehlen, dass ihm jedoch bei entsprechender Bemühung zugemutet werden kann, die bestehenden Mängel in absehbarer Zeit zu beheben

  • Die Note "4" bedeutet „schwerwiegend ungenügend“. Sie bringt zum Ausdruck, dass dem Schüler wesentliche Grundlagen des Faches fehlen, ohne die ein erfolgreiches Weiterlernen in Frage gestellt wird.

  • Noten unter 4 werden nur in Ausnahmefällen vergeben.

Transparenz

Jede Benotung, Bewertung und Beobachtung wird im digitalen Lehrerregister eingetragen. Schüler/innen sowie Eltern haben die Möglichkeit, jederzeit ihre eigenen Einträge einzusehen.
Die Lehrpersonen erläutern den Schülern und Schüler/innen zu Schulbeginn, nach welchen Kriterien und Gesichtspunkten sie die Leistungen und das Arbeitsverhalten bewerten. Im Schulprogramm sowie in den Curricula sind die Bewertungskriterien angeführt. Den Schüler/innen muss klar sein, ob bzw. wann eine Maßnahme der Lehrperson eine Bewertung darstellt, also den Rang einer Prüfung hat.

Kriterien für die Vergabe der Mitarbeitsnote

a) Bewertungselemente, der/Die Schülerin

  • arbeitet im Unterricht aktiv mit und zeigt Eigeninitiative
  • führt die Arbeitsmaterialien regelmäßig mit
  • bemüht sich um saubere Mitschrift und ordentlich geführte Lernunterlagen
  • führt Arbeitsaufträge gewissenhaft aus
  • gibt Hausarbeiten pünktlich und gut erledigt ab
  • st bereit, Lerninhalte außerschulisch zu vertiefen

b) Definition der Mitarbeitsnote
Note    Zutreffende Kriterien werden
10    in hohem Maße erfüllt
9    fast alle erfüllt
8    mit wenigen Ausnahmen erfüllt
7    teilweise erfüllt
6    in geringem Maße erfüllt
5    nicht erfüllt

c) Gewichtung der Mitarbeitsnote

Die Mitarbeitsnote dient nur zum Auf- bzw. Abrunden der Endnote des jeweiligen Fachs im Zeugnis (OM 21/2001 Art. 13 Abs. 7). Sie wird im digitalen Register unter dem Feld „Beobachtungen“ eingetragen als mögliche Erklärung für die Auf- bzw. Abrundung.

Mitteilungen an die Familien

Die Eltern/Erziehungsberechtigten werden im Anschluss an die Bewertungskonferenz mittels schriftlicher Mitteilung über Ergebnisse und die angebotenen Aufholmaßnahmen informiert, falls Schüler negative Bewertungen in einem oder mehreren Fächern aufweisen.
Die Schüler/innen müssen die Aufholmaßnahmen in Anspruch nehmen, außer sie werden   von den Erziehungsberechtigten von der Verpflichtung entbunden.
Für die Teilnahme an Aufholkursen im Sommer ist allerdings eine Anmeldung erforderlich.
Die Eltern/Erziehungsberechtigten werden regelmäßig über den Leistungsstand und die vorhandenen Lernlücken informiert: im Rahmen der Elternsprechtage, über das digitale Register sowie auf Wunsch durch Mitteilungen über das Sekretariat. (Anmeldebogen)
Anfang Mai werden die Eltern informiert, falls die Versetzung von Schülerinnen und Schülern gefährdet ist.
 

Gesamtbewertung

Die Endbewertung setzt sich aus den übergreifenden Kompetenzen, Fertigkeiten und Kenntnissen laut Schulcurriculum zusammen. In die Bewertung kann auch eine Mitarbeitsnote einfließen.
Bei der Zuweisung der Noten im 2. Semester werden auch die Ergebnisse des 1. Semesters berücksichtigt, um dem Lernfortschritt und der Entwicklung des Schülers/ der Schülerin möglichst gerecht zu werden.
Die Semester- und Schlussbewertungen für die einzelnen Schüler/innen werden von der zuständigen Lehrperson auf der Grundlage der in ihrem persönlichen Register vermerkten Noten vorgeschlagen. Der Vorschlag, der auf einer angemessenen Anzahl von Einzelbewertungen beruht, wird vom Klassenrat überprüft und durch Beschluss zugewiesen. Jede negative Schlussbewertung wird von der zuständigen Lehrperson schriftlich begründet. Die Begründung wird dem Klassenrat auch in digitaler Form vorgelegt und ist Teil des Konferenzprotokolls.

 

Kriterien für die Versetzung

Allgemeine Kriterien zur Gültigkeit des Schuljahres

Laut den gesetzlichen Bestimmungen, Beschluss der Landesregierung 1200 vom 4. Juli 2011, ist das Schuljahr gültig, falls die Schülerin oder der Schüler mindestens 75% im Unterricht anwesend war.

Falls eine Schülerin oder ein Schüler weniger als 75% im Unterricht anwesend war und die Abwesenheiten aufgrund schwerwiegender und dokumentierter gesundheitlicher Probleme bzw. aufgrund eines Unfalls oder wegen Teilnahme an nationalen und internationalen Sportveranstaltungen verursacht wurde, die erzielten Fertigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen aber in allen Fächern aufgrund einer angemessenen Anzahl an fundierten Bewertungselementen bewertet werden können, kann der Klassenrat das Schuljahr für gültig erklären und die Schülerin oder den Schüler bewerten.
Im Falle eines Übertritts aus einer anderen Schule oder einer verspäteten Einschreibung in die Schule aufgrund von Migration zählen die Abwesenheiten ab Beginn des Unterrichtsbesuchs. Sofern die Herkunftsschule Angaben zu den Abwesenheiten mitteilt, werden diese berücksichtigt.

 

Versetzung

Bewertung von mindestens sechs Zehnteln

  • in allen Fächern und
  • im Verhalten.

Nicht versetzungsrelevant sind die Bewertungen

  • der fächerübergreifenden Lernangebote
  • im Wahlbereich
  • im Fach Katholische Religion.

Diese Bewertungen werden als Teil des gesamten Lernfortschrittes bei der Schlussbewertungskonferenz mit berücksichtigt und gelten ab der 3. Klasse als zusätzliche Elemente bei der Zuweisung des Schulguthabens.

Falls ein Schüler/eine Schülerin bei der Schlussbewertung Lernrückstände aufweist, die das erfolgreiche Absolvieren (Aufholen) der nächsthöheren Klasse oder der staatlichen Abschlussprüfung nicht in Frage stellen, weist der Klassenrat eine positive Bewertung in allen Fächern zu, vor allem innerhalb eines Bienniums.

Wenn ein Schüler/eine Schülerin schwerwiegende Lücken und gravierende Mängel in einem oder mehreren Fächern aufweist, wird er/sie in der Regel nicht in die nächste Klasse versetzt. Den Schüler/inne/n, die bei der Schlussbewertung in einem oder mehreren Fächern ungenügende Leistungen aufweisen, kann der Klassenrat den Beschluss über die Versetzung aufschieben, wenn er unter Berücksichtigung besonderer Umstände
 - längere Krankheit, zufrieden stellender Notendurchschnitt in den übrigen Fächern, positive Einstellung zur Schule, Einsatzbereitschaft - der Auffassung ist, dass die betreffenden Schüler/innen aufgrund ihrer Fähigkeiten und ihrer Arbeitshaltung imstande sein werden, in den von der Schule angebotenen Aufholmaßnahmen oder in selbst organisiertem Studium die Lernlücken in den betreffenden Fächern zu beheben. Der Klassenrat entscheidet innnerhalb 31. August, ob der Schüler/die Schülerin in die nächste Klasse versetzt oder nicht versetzt wird. Bei der Aufholprüfung werden neben dem erzielten Ergebnis auch der Grad der Vorbereitung, der Besuch und die Bewertungsergebnisse von Aufholkursen sowie der Lernfortschritt in die Bewertung einbezogen.

Eine Nicht-Versetzung im Zuge der Aufholprüfung im August ist möglich, sofern der Schüler oder die Schülerin in einem Fach oder in den Fächern mit Lernlücken keine Vorbereitung und somit keine Lernfortschritte aufweist, d.h. die Lernlücken in keinem Teilbereich aufgeholt hat.
 

Nicht Klassifiziert

Konnte von einem Schüler/einer Schülerin aufgrund häufiger Absenzen oder aufgrund der Leistungsverweigerung keine angemessene Anzahl von Bewertungen erreicht werden, so wird der Schüler im entsprechenden Fach nicht klassifiziert. Dies bedeutet, dass der Schüler/die Schülerin nachträglich Zusatzprüfungen ablegen oder das Schuljahr wiederholen muss. Lehrpersonen, die bei den Bewertungskonferenzen für einen Schüler/eine Schülerin keine Klassifizierung geben können, begründen dies schriftlich.

Aufholen und Überprüfung von Lernlücken (laut MD Nr. 80/2007)

Die Lerninhalte bzw. Kenntnisse und Fertigkeiten, die zu überprüfen sind, sowie die Art der Überprüfung werden von den Fachlehrpersonen festgelegt. Die Eltern werden darüber und über die von der Schule beschlossenen Maßnahmen schriftlich informiert.
Aufholmaßnahmen werden vorwiegend im Regelunterricht durch Differenzierung und individuelle Betreuung gesetzt. Falls die Bildungslücken nur auf mangelndem Einsatz beruhen, sind die Schüler/innen verpflichtet diese unter Anleitung der Fachlehrperson eigenständig zu beheben. Daneben werden strukturierte Aufhol- und Stützmaßnahmen in der Regel im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen und im sprachlich-humanwissenschaftlichen Bereich angeboten. Die Dauer der jeweiligen Maßnahme wird auch vom Umfang der aufzuholenden Lernlücken bestimmt. In diesem Rahmen können auch erweiterte Lernformen, E-Learning und Arbeit in Labors in das Angebot aufgenommen oder im Netzwerk mit anderen Schulen und/oder mit externen Experten Angebote erstellt werden. Der Klassenrat bestimmt, wer diese Angebote nutzen muss. Von dieser Verpflichtung kann der/die Schüler/in nur durch eine schriftliche Verzichtserklärung der Eltern befreit werden. Für die Teilnahme an den angebotenen „Sommeraufholkursen“ ist jedoch die Anmeldung von Seiten der Eltern erforderlich.
Die Aufhol- und Stützmaßnahmen finden in der Regel im Februar und März und ab Unterrichtsende bis Ende Juni statt und können auch Klassen übergreifend angeboten werden. Die Schulleitung ist verantwortlich für die Organisation der Kurse nach Rücksprache mit den Fachgruppen und im Rahmen der Ressourcen.
Die Überprüfung der Lernlücken im ersten Bewertungsabschnitt findet innerhalb April statt. Am Ende der Aufholkurse im Juni können Leistungserhebungen erfolgen. Diese werden wie auch die Mitarbeit und der Lerneinsatz bei der Schlussbewertung berücksichtigt.
Die Überprüfung der Lernlücken in Folge des aufgeschobenen Beschlusses zur Versetzung und die Abschlusskonferenzen finden innerhalb 31. August statt.
Die Ergebnisse der Überprüfung werden den Eltern mitgeteilt.

 

Bewertung der Schüler/innen mit besonderen Bildungsbedürfnissen

Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Individuellen Lernplans (IBP). Im Protokoll der Bewertungskonferenz wird darauf verwiesen bzw. angegeben, in welchen Fächern besondere Unterrichtsmaßnahmen oder Bewertungskriterien angewandt und welche Fördermaßnahmen durchgeführt wurden. Bei den Leistungserhebungen haben die Schüler/innen Anrecht auf geeignete Unterstützung und auf die notwendigen Hilfsmittel laut IBP. Im Zeugnis scheint kein Hinweis auf besondere Unterrichtsmaßnahmen oder differenzierte Bewertungskriterien auf.

 

Bewertung der Schüler/innen mit Migrationshintergrund

Die Bewertung erfolgt laut personenbezogenen Lernplan (IBP), der vom Klassenrat angefertigt wurde. Bei Schülerinnen und Schülern, welche Kurse zum Erlernen der Unterrichtssprache besuchen, berücksichtigt der Klassenrat die von den Lehrpersonen dieser Kurse übermittelten Beobachtungen.  

Kriterien für die Dokumentation und Bewertung des Verhaltens

Das Verhalten der Schüler/innen richtet sich nach den allgemeinen Grundsätzen der Verfassung, der einschlägigen Gesetze, insbesondere der Schülercharta sowie der internen Schulordnung und wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bewertet, insbesondere des Gesetzes 169/2008 und den entsprechenden Durchführungsbestimmungen (Beschluss der Landesregierung Nr.156 vom 26.01.2009, DM N°5/2009 vom 16.01.2009).
Für die 1. - 4. Klassen finden die Kriterien laut Beschluss der Landesregierung Nr. 1020 vom 04. Juli 2011 Anwendung. Berücksichtigt wird auch das Verhalten bei schulbegleitenden Veranstaltungen.
Die Bewertung erfolgt im digitalen Register mit 1 bis 5 Sternchen, die den Noten 5 bis 10 entsprechen.

Bei der Bewertung des Verhaltens werden folgende Punkte berücksichtigt:

  • Sozialverhalten: Höflichkeit, Rücksicht, Respekt, Hilfsbereitschaft
  • Einsatz für die Klassen- und Schulgemeinschaft
  • Einsatz für das eigene Lernen, Mitarbeit, Interesse
  • häufige Verspätungen, unentschuldigte Absenzen
  • Weitere Verstöße gegen die Regeln (Eintragungen oder andere Disziplinarmaßnahmen bei groben Regelverstößen)

Die Verhaltensnoten sind entsprechend der folgenden Beschreibungen zu geben:

  • Verhaltensnote 10: vorbildhaftes, nachahmenswertes Verhalten bei aktiver und interessierter Mitarbeit
  • Verhaltensnote 9: sehr gutes, korrektes Verhalten bei interessierter Mitarbeit
  • Verhaltensnote 8: ein gutes Verhalten im Allgemeinen (nicht schwerwiegende Regelverstöße können durch positive Elemente ausgeglichen werden)
  • Verhaltensnote 7: insgesamt zufrieden stellendes Betragen bei einer oder mehreren Eintragungen, ungerechtfertigten Verspätungen oder unentschuldigten Absenzen
  • Verhaltensnote 6: genügendes Betragen, wenn auch oft nicht angemessen bei häufigen Regelverstößen, ungerechtfertigten Verspätungen oder unentschuldigten Absenzen
  • Verhaltensnote 5: untragbares Verhalten bei äußerst groben Regelverstößen, die auch zu einem längeren Ausschluss aus der Schule führen

Eine negative Verhaltensnote hat automatisch eine Nicht-Versetzung zur Folge. Voraussetzung für die Vergabe von Noten für das Verhalten unter 8 sind schriftliche Vermerke über unentschuldigte Verspätungen und Absenzen, Eintragungen im Klassenbuch sowie Disziplinarmaßnahmen bis zu zeitweiligem Ausschluss von der Schule. Negative Verhaltensnoten werden nur bei äußerst groben Regelverstößen, die auch einen längeren Ausschluss von der Schule bewirken, vergeben.
Berücksichtigt wird auch eine eventuelle Besserung des Verhaltens.
Bei Eintragungen und Disziplinarmaßnahmen wird großer Wert auf die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten gelegt.
Unbegründete Terminüberschreitungen werden bei der Bewertung des Verhaltens und Zuweisung des Schulguthabens berücksichtigt.
Die Bewertung des Verhaltens wird vom Klassenvorstand vorgeschlagen, vom Klassenrat vorgenommen und zählt zum Notendurchschnitt bei der Bestimmung des Schulguthabens und für andere vom Gesetz oder vom Schulprogramm vorgesehene Zwecke.

Vergabeablauf:

Die Lehrpersonen dokumentieren allfällige Beobachtungen bezüglich des Verhaltens der Schülerinnen und Schüler im digitalen Register. Sie bewerten das Verhalten mindestens einmal im Semester. Der Klassenvorstand schlägt aufgrund der Einträge eine Bewertung des Verhaltens bei der Bewertungskonferenz vor

 

***** (Fünf Sterne)    10 vorbildhaftes, nachahmenswertes Verhalten bei aktiver Mitarbeit

****  (Vier Sterne)      9 sehr gutes, korrektes Verhalten

***    (Drei Sterne)     8 ein gutes Verhalten im Allgemeinen

**     (Zwei Sterne)     7 insgesamt zufrieden stellendes Betragen (...)

*       (Ein Stern)         6 genügendes Betragen (...)

Sternchenschnitt >4,25 >3,5 >2,75 >2 <2
Notenvorschläge 10 9 8 7 6

Die Ausgangsnote kann durch folgende Aspekte abgeändert werden:

  • Geringe Anzahl an unentschuldigten Absenzen und Verspätungen, keine schwerwiegende Eintragung

  • Mehrere unentschuldigte Absenzen oder viele Verspätungen oder eine Eintragung

  • Schwerwiegende Eintragung und mehrere unentschuldigte Absenzen

  • Besonders vorbildliches Verhalten oder Einsatz mit positiver Wirkung oder Ausstrahlung für die Klassen- oder Schulgemeinschaft

A.6.1 Bildungsguthaben (crediti formativi)

Folgende Tätigkeiten werden als Bildungsguthaben (crediti formativi) anerkannt; dabei müssen die Tätigkeiten im Zeitraum von Juni des vorhergehenden Jahres bis Mai des laufenden Jahres durchgeführt worden sein.

 

Art der Tätigkeit

Anforderung Bestätigungen

Kurse (Sprachen oder Anderes) an öffentlich anerkannten Institutionen

Dauer: 3 Wochen zu je 25 Stunden

Kursbestätigung

Sportliche Leistungen

Platzierung 1 - 6 bei Landes-, Regional- oder Italienmeister- schaften

Bestätigung oder Diplom

Mitglied im Vorstand oder Inhaber/ in einer aktiven Rolle des Vereins (KassierIn, GruppenleiterIn, TrainerIn, musikalische/r LeiterIn, … )

1 Jahr

Bestätigung

Künstlerische Leistung, Sommerakade- mie, Musikkurse, Konsevatorium oder Ähnliches

Dauer: 3 Wochen
oder 60 Stunden

Bestätigung oder Teilnahmeerklärung

Berufserfahrung mit Bezug auf unseren Schultyp

1 Monat

Bestätigung des Arbeitgebers mit genauer Angabe der Tätigkeit

Chemie-, Sprachen-, Mathematikolym- piade oder vergleichbare Wettbewerbe

Platzierung 1-6

Bestätigung

Zweisprachigkeitsprüfung B oder A, FCE, PET oder KET internationale Zertifikate Englisch, ECDL-Computer- führerschein (gilt auch rückwirkend)

als Gesamtes (keine Teilprüfungen)

Bestätigung

Regelmäßige Mitarbeit als freiwillige Helferin, freiwilliger Helfer bei Sozial- diensten

1 Jahr oder min. 30 Stunden

Bestätigung

 

 

Bestätigungen können bis Ende Mai des laufenden Schuljahres bei der Klassenlehrperson eingereicht werden.

A.6.2 Schulguthaben

Für die Berechnung zählen:

  • Notendurchschnitt: Nachkommastelle des Durchschnitts
  • Schulinterne Aspekte:  ± 0,1 für jeden begründeten Aspekt
  • Bildungsguthaben: +0,1 für jede anrechenbare Tätigkeit
  • Auch schulinterne Aspekte, die sich nicht in den Fachnoten niederschlagen, z.B.:
    • Besonderer Einsatz für die Schulgemeinschaft,
    • Arbeitshaltung oder Schulbesuch
    • Teilnahme an Zusatzangeboten
    • Regelmäßige Mitarbeit bei Schülerhilfe, Webseite Schule, andere für die Schule wichtige Tätigkeiten (mindestens 10 Stunden, Bestätigung)
    • Besuch eines Wahlfaches

-

Für jeden Aspekt können 0,1 Punkten angerechnet bzw. abgezogen werden. Der Klassenrat entscheidet diesbezüglich mehrheitlich.

Ergibt die Summe > 0,5 wird die obere Punktezahl zugewiesen.

Ab Notendurchschnitt > 8 bzw. 9 wird die obere Punktezahl zugewiesen.

 

Der Notendurchschnitt M gibt die Bandbreite vor:

Notendurchschnitt 3.Klasse  4. Klasse 5. Klasse
M=6 3 bis 4 Punkte  3 bis 4 Punkte 4 bis 5 Punkte
6 < M <= 7 4 bis 5 Punkte 4 bis 5 Punkte 5 bis 6 Punkte
7 < M <= 8  5 bis 6 Punkte 5 bis 6 Punkte 6 bis 7 Punkte
8 < M <= 9  7 Punkte 7 Punkte 8 Punkte
9 < M <= 10 8 Punkte 8 Punkte 9 Punkte

 

Den Schüler/innen mit Aufholprüfungen werden in der Regel die niedrigeren Punkte der jeweiligen Bandbreite zugewiesen.